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Wandergesell2007


Neu:    
 Kleine Bildungs-
wanderung

  


Zwischen Kaffeetrinken im Cafe „Toscana“
und Abendessen in der Gaststätte „Schillergarten“
empfiehlt der Wanderverein „Dichter Musiker Maler - Weg“ e.V.
2 bis 3 Stunden Sport und Kultur mit einer „Kleinen Bildungswanderung“
am Beginn des Dichter Musiker Maler - Weges ĂĽber 8,7 km

 

Die „Kleine Bildungswanderung“ über 14 Stationen beträgt: ca. 8,7 km


1. Station: Start - Mitte BrĂĽcke „Blaues Wunder“                                                         
Nach 320 m am Körnerplatz links in den Körnerweg einbiegen

2. Station: „Körnerhaus“- Körnerweg Nr. 6    
zurück zum Körnerplatz und links einbiegen in die Schillerstraße

3. Station: „Schillerhäuschen“ und „Körner-Schiller-Denkmal“                       
auf der SchillerstraĂźe 19
zurück zum Körnerplatz bis zur Talstation der Standseilbahn

4. Station: „Talstation – Standseilbahn“ am Körnerplatz hier biegen  
wir anschlieĂźend links in die GrundstraĂźe ein bis zur

5. Station: „Leonhardimuseum“ – Grundstraße
„Ludwig-Richter-Gedenkstein“ im Garten des „Leonhardimuseums“
zurück zum Körnerplatz und dann links in den Veilchenweg einbiegen

6. Station: 1. Sommerwohnhaus (1852-1853) von Ludwig Richter 
auf dem Veilchenweg 1

7. Station: „Schwebeseilbahn“ ĂĽber den Veilchenweg                     

8. Station: „Winzersäule“ auf dem GrundstĂĽck Veilchenweg 9b    

9. Station: Großes Hinweisschild vom „DichterMusikerMaler-Weg“
am Anfang des 2. Steinweges, weiter bergauf bis zur

10. Station: 1. Stempelstelle am DMM-Weg – Hotel „Schöne Aussicht“
(von insgesamt 27 Stempelstellen bis zum „Prebischtor“ in der
Böhmischen Schweiz), weiter auf dem DMM-Weg zur

11. Station: 7. und letztes Sommerwohnhaus (1872-1883) von 
 Ludwig Richter auf der MalerstraĂźe 4

12. Station: Wohnhaus von Ludwig Richters Sohn Heinrich (MalerstraĂźe 5)
weiter bergauf auf der KrĂĽgerstraĂźe bis zur

13. Station: „KrĂĽger Haus“ - KrĂĽgerstraĂźe 22  
in Höhe Einfahrt Helios–Klinik halbrechts
in den Rochwitzer Busch
Auf dem „Gelben Strich“ weiter bis zum Anfang „Eichendorffsteig“

14. Station: Über den „Eichendorffsteig“ hinab in den
„Wachwitzgrund“
(DMM-Wanderweg biegt links in Richtung „Wachbergschänke“ ab)
rechts abwärts bis zur „Pillnitzer LandstraĂźe“ in Altwachwitz         
(Ab „Altwachwitz“ kann man mit der Buslinie 83
zurück zum Körnerplatz fahren)
Landstraße gerade überqueren und über „Altwachwitz“ bis zum
Elbweg „Loschwitzer Wiesenweg“ dann rechts entlang der Elbe 
bis zur Ecke Gaststätte „Körnergarten“.                                         
Geradeaus weiter bis zur Mitte Brücke „Blaues Wunder“
(elbaufwärts) dem Ziel der „Kleinen Bildungswanderung“.   

 











0.000 m


0.710 m


1.450 m



1.875 m


2.100 m



2.415 m


2.435 m

2.520 m

2.705 m


2.955 m



3.140 m


3.140 m


3.705 m


4.740 m

5.200 m


6.020 m


6.110 m

8.400 m
    
8.740 m
 

Anmerkungen zu den 14 wichtigsten Stationen zur „Kleinen Bildungswanderung“:

Station 1
: Brücke „Blaues Wunder“
Wir starten direkt auf der Mitte der Brücke „Blaues Wunder“, welche 1891-1893 als größte Eisenkonstruktion (3000 Tonnen) im damaligen Sachsen errichtet wurde und als feste Wegverbindung zwischen Loschwitz und Blasewitz wegen der vielen Hochwasser und winterlichen Eisgänge auf der Elbe dringend benötigt wurde.

Station 2
: Körnerhaus auf dem Körnerweg Nr. 6
Der Jurist und Oberkonsistorialrat und Hobbykomponist Christian Gottfried Körner
(1756-1831) besaß auf dem Körnerweg ein Haus und einen Weinberg.
Es war der Sommersitz der Familie Körner.
Der Dichter Theodor Körner (1791-1813) verbrachte in den Sommermonaten seine Jugendjahre dort.
Er starb am 26.8.1813 bei Gadebusch als 22jähriger Leutnant der „Lützowschen Jäger“.
Das Lied „Lützows wilde verwegene Jagd“, getextet von Theodor Körner, wurde von
Carl-Maria-von-Weber vertont.
Vom 12.09.1785 bis 26.07.1787 (Besuch 1801) verbrachte Friedrich Schiller seinen Aufenthalt in den Sommermonaten auch im Körnerhaus Nr. 6. Christian Gottfied Körner
und Schiller verband seit ihrer ersten Begegnung 1785 eine lebenslange Freundschaft.

Station 3: Schillerhäuschen (war ein ehemaliger Weinbergpavillion)
Schillerstraße 19, auf dem ehemaligen Weinberg der Fam. Körner.
Schiller arbeitete im Schillerhäuschen am Drama „Don Carlos“ und hat
das Gedicht „Ode an die Freude“ zum Teil in diesem Haus geschrieben.
Das Schillerhäuschen ist ein Museum der Stadt Dresden. (Sa+So von 10 bis 17 Uhr geöffnet)
Körner-Schiller–Denkmal
Die Denkmal-Idee und Architektur stammen vom Bildhauer Oskar Rassau und dem Loschwitzer Architekten Martin Pietzsch, dem Erbauer des Dresdner KĂĽnstlerhauses.
Die Bildhauerarbeiten schuf der einheimische Bildhauer Rassau.
Das linke Relief zeigt den Besuch Schillers bei Gottfried Körner im Jahre 1801.
Der zehnjährige Knabe Theodor Körner hängt sich liebevoll an Schillers Bein.
Beim rechten Relief sieht man den Abschied Theodor Körners von den Seinen, bevor er 1813 gegen Napoleon ins Feld zog.
Mittlere Figurenszene: Zeigt Sinnbilder des blĂĽhenden Weinbau einst in Loschwitz.

Station 4: Bergbahn – Körnerplatz nach dem „Weißer Hirsch“
Standseilbahn als Bergbahn angelegt, zwischen Loschwitz und „Weißer Hirsch“
26. Oktober 1895 eingeweiht – 30% Steigung – Länge: 563m – 95m Höhenunterschied.

Station 5:
Leonhardi- Museum / Ludwig-Richter-Denkmal
Unmittelbar nach seinem Tod am 19.06.1884 begann man ihm hier in Loschwitz ein Denkmal zu errichten. Im Grundstück „Rothe Amsel“ auf der Grundstraße Nr. 26, dem heutigen
Leonhardi-Museum, stellte Prof. Eduard Leonhardi, einst SchĂĽler von Ludwig Richter,
den Platz schenkungsweise zur VerfĂĽgung. Auf einem groĂźen Stein wurde ein Bronze-Rundbild, ein Werk von Prof. Henze, aufmontiert.
Leonhardi- Museum

Seit 1885 nutzte Leonhardi das Haus für seine eigenen Zwecke und eröffnete das „Landschaftsmuseum Eduard Leonhardi“.
Gedacht als KĂĽnstlerquartier fĂĽr junge, aufstrebende Talente, hat dieses Haus nur kurze Zeit der ursprĂĽnglichen Idee gedient. In dieser Zeit jedoch erhielt das Haus im Jahre 1883 seine farbige Bemalung durch den Maler und Freund Leonhardis, Charles Palmie (1863-1911).
Die vielen Sprüche, die das Haus zieren, hat Palmìe vermutlich gemeinsam mit dem Ortspoeten Dr. Moritz Heydrich (1820-1885) verfasst und zusammengetragen.
Fabel zur Aufschrift „Rothe Amsel“ am Leonhardi – Museum:
 (Siehe Aufschrift an Vorderfront, sowie „Amsel“ auf der Lampe an der Gebäudeecke)
Aus Anlass eines Festes im „Amselgrund“ bei Rathen in der Sächsischen Schweiz wurde die Idee von den Mitgliedern der Wohngemeinschaft geboren, sich den Namen „Rothe Amsel“ zu geben.
Die Mitglieder der Wohngemeinschaft wanderten jährlich einmal mit Gleichgesinnten bis zum Amselfall, dort wurde Rotwein getrunken. (Wieviel Rotwein getrunken wurde ist leider nicht überliefert.).
Die Künstlergruppe „Rothe Amsel“ hatte in diesem Haus nur 2 Jahre bis 1885 gewohnt.

Station 6: 1. Wohnhaus von Ludwig Richter
Seit 1852 wohnte Ludwig Richter 31 Jahre lang die Sommer über in 7 verschiedenen Häusern in Loschwitz und Oberloschwitz.
- 1852 – 1853 auf dem Veilchenweg Nr.1.

Station 7: Bergschwebebahn
Schwebeseilbahn (Bergschwebebahn – Technisches Denkmal)
Von 1898 - 1900 als erste dieser Art in der Welt errichtet.
Am 6. Mai 1901 war Einweihung – 40% Steigung – Länge: 274m – 84m Höhenunterschied.

Station 8: Winzersäule
Zur Erinnerung an den Loschwitzer Weinbau steht als Wahrzeichen eine Winzersäule auf dem Grundstück Veilchenweg Nr. 9b, die einzige vorhandene in Loschwitz.
Die Winzersäule diente den Winzern vor allem zur Orientierung bei der Arbeit im Weinberg.

Station 9: DMM-Hinweisschild an der Kreuzung Veilchenweg – 2. Steinweg
Das Hinweisschild wurde 2003 mit freundlicher UnterstĂĽtzung durch das Umweltamt der Stadtverwaltung Dresden finanziert und durch Vereinsmitgliedern entworfen und aufgestellt.

Station 10: 1. Stempelstelle am DMM-Weg – Hotel „Schöne Aussicht“

Station 11: 7. und letztes Wohnhaus von Ludwig Richter
wohnte von 1872 – 1883 auf der Malerstraße 4
Als Ludwig Richter 1884 starb, wurde er auf dem Neuen Katholischen Friedhof in Dresden - Friedrichstadt mit einem prunkvollen Staatsbegräbnis beigesetzt.

Station: 12. Wohnhaus von Heinrich Richter (MalerstraĂźe 5)
Heinrich Richter war der Sohn von Ludwig Richter.
Sommerwohnung von Heinrich Richter (1830 – 1890).
Heinrich Richter war Musiker und gründete 1874 mit dem Kunsthändler Franz Meyer einen Verlag, in welchem der Ludwig Richter Schüler und Biograph Johann Friedrich Hoff 1877
ein Verzeichnis des graphischen Werkes Ludwig-Richter herausgab.
1885 gab Heinrich Richter seines Vaters „Lebenserinnerungen eines deutschen Malers“ heraus.

Station 13: KrĂĽgerhaus
Königlicher Münzgraveur Reinhard Krüger (1794-1879).
Zählte zum Freundeskreis des Malers Ludwig Richter.
Krüger wohnte in den Sommermonaten in einem Weinberghaus, auf der jetzigen Krügerstraße 22, welches 1957 abgerissen wurde, zwecks Neubau eines Laborgebäudes.

Station 14:
Eichendorffsteig
Hinweise zu „Joseph Freiherr von Eichendorff“
Joseph Freiherr von Eichendorff war kein Lyriker, sondern ein Schriftsteller der deutschen Romantik. Er hat Gedichte, auch zahlreiche Romane und TheaterstĂĽcke verfasst.
Einige Male kam er nach Dresden:
- 1813 mit den LĂĽtzowschen Truppen und
- 1848 auf der Flucht vor dem revolutionären Chaos in Berlin.
- Wohnte anderthalb Jahre am Elbufer (Linkeschen Bad) in Nähe der heutigen Gaststätte
   „Drachenschänke“, hat sich angeblich nicht am Aufstand 1848 in Dresden beteiligt.

Die Vermessung der „Kleinen Bildungswanderung“ und die Anmerkungen zu den
14 Stationen wurden von Hans-Werner Lier – dem „Vater“ des DMM-Weges erstellt.

DMM-Wandermappen können im Kaffee Wippler am Körnerplatz käuflich erworben werden.

 

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