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Anmerkungen zu den 14 wichtigsten Stationen zur „Kleinen Bildungswanderung“:
Station 1: Brücke „Blaues Wunder“ Wir starten direkt auf der Mitte der Brücke „Blaues Wunder“, welche 1891-1893 als größte Eisenkonstruktion (3000 Tonnen) im damaligen Sachsen errichtet wurde und als feste Wegverbindung zwischen Loschwitz und Blasewitz wegen der vielen Hochwasser und winterlichen Eisgänge auf der Elbe dringend benötigt wurde.
Station 2: Körnerhaus auf dem Körnerweg Nr. 6 Der Jurist und Oberkonsistorialrat und Hobbykomponist Christian Gottfried Körner (1756-1831) besaß auf dem Körnerweg ein Haus und einen Weinberg. Es war der Sommersitz der Familie Körner. Der Dichter Theodor Körner (1791-1813) verbrachte in den Sommermonaten seine Jugendjahre dort. Er starb am 26.8.1813 bei Gadebusch als 22jähriger Leutnant der „Lützowschen Jäger“. Das Lied „Lützows wilde verwegene Jagd“, getextet von Theodor Körner, wurde von Carl-Maria-von-Weber vertont. Vom 12.09.1785 bis 26.07.1787 (Besuch 1801) verbrachte Friedrich Schiller seinen Aufenthalt in den Sommermonaten auch im Körnerhaus Nr. 6. Christian Gottfied Körner und Schiller verband seit ihrer ersten Begegnung 1785 eine lebenslange Freundschaft.
Station 3: Schillerhäuschen (war ein ehemaliger Weinbergpavillion) Schillerstraße 19, auf dem ehemaligen Weinberg der Fam. Körner. Schiller arbeitete im Schillerhäuschen am Drama „Don Carlos“ und hat das Gedicht „Ode an die Freude“ zum Teil in diesem Haus geschrieben. Das Schillerhäuschen ist ein Museum der Stadt Dresden. (Sa+So von 10 bis 17 Uhr geöffnet) Körner-Schiller–Denkmal Die Denkmal-Idee und Architektur stammen vom Bildhauer Oskar Rassau und dem Loschwitzer Architekten Martin Pietzsch, dem Erbauer des Dresdner Künstlerhauses. Die Bildhauerarbeiten schuf der einheimische Bildhauer Rassau. Das linke Relief zeigt den Besuch Schillers bei Gottfried Körner im Jahre 1801. Der zehnjährige Knabe Theodor Körner hängt sich liebevoll an Schillers Bein. Beim rechten Relief sieht man den Abschied Theodor Körners von den Seinen, bevor er 1813 gegen Napoleon ins Feld zog. Mittlere Figurenszene: Zeigt Sinnbilder des blühenden Weinbau einst in Loschwitz.
Station 4: Bergbahn – Körnerplatz nach dem „Weißer Hirsch“ Standseilbahn als Bergbahn angelegt, zwischen Loschwitz und „Weißer Hirsch“ 26. Oktober 1895 eingeweiht – 30% Steigung – Länge: 563m – 95m Höhenunterschied.
Station 5: Leonhardi- Museum / Ludwig-Richter-Denkmal Unmittelbar nach seinem Tod am 19.06.1884 begann man ihm hier in Loschwitz ein Denkmal zu errichten. Im Grundstück „Rothe Amsel“ auf der Grundstraße Nr. 26, dem heutigen Leonhardi-Museum, stellte Prof. Eduard Leonhardi, einst Schüler von Ludwig Richter, den Platz schenkungsweise zur Verfügung. Auf einem großen Stein wurde ein Bronze-Rundbild, ein Werk von Prof. Henze, aufmontiert. Leonhardi- Museum Seit 1885 nutzte Leonhardi das Haus für seine eigenen Zwecke und eröffnete das „Landschaftsmuseum Eduard Leonhardi“. Gedacht als Künstlerquartier für junge, aufstrebende Talente, hat dieses Haus nur kurze Zeit der ursprünglichen Idee gedient. In dieser Zeit jedoch erhielt das Haus im Jahre 1883 seine farbige Bemalung durch den Maler und Freund Leonhardis, Charles Palmie (1863-1911). Die vielen Sprüche, die das Haus zieren, hat Palmìe vermutlich gemeinsam mit dem Ortspoeten Dr. Moritz Heydrich (1820-1885) verfasst und zusammengetragen. Fabel zur Aufschrift „Rothe Amsel“ am Leonhardi – Museum: (Siehe Aufschrift an Vorderfront, sowie „Amsel“ auf der Lampe an der Gebäudeecke) Aus Anlass eines Festes im „Amselgrund“ bei Rathen in der Sächsischen Schweiz wurde die Idee von den Mitgliedern der Wohngemeinschaft geboren, sich den Namen „Rothe Amsel“ zu geben. Die Mitglieder der Wohngemeinschaft wanderten jährlich einmal mit Gleichgesinnten bis zum Amselfall, dort wurde Rotwein getrunken. (Wieviel Rotwein getrunken wurde ist leider nicht überliefert.). Die Künstlergruppe „Rothe Amsel“ hatte in diesem Haus nur 2 Jahre bis 1885 gewohnt.
Station 6: 1. Wohnhaus von Ludwig Richter Seit 1852 wohnte Ludwig Richter 31 Jahre lang die Sommer über in 7 verschiedenen Häusern in Loschwitz und Oberloschwitz. - 1852 – 1853 auf dem Veilchenweg Nr.1.
Station 7: Bergschwebebahn Schwebeseilbahn (Bergschwebebahn – Technisches Denkmal) Von 1898 - 1900 als erste dieser Art in der Welt errichtet. Am 6. Mai 1901 war Einweihung – 40% Steigung – Länge: 274m – 84m Höhenunterschied.
Station 8: Winzersäule Zur Erinnerung an den Loschwitzer Weinbau steht als Wahrzeichen eine Winzersäule auf dem Grundstück Veilchenweg Nr. 9b, die einzige vorhandene in Loschwitz. Die Winzersäule diente den Winzern vor allem zur Orientierung bei der Arbeit im Weinberg.
Station 9: DMM-Hinweisschild an der Kreuzung Veilchenweg – 2. Steinweg Das Hinweisschild wurde 2003 mit freundlicher Unterstützung durch das Umweltamt der Stadtverwaltung Dresden finanziert und durch Vereinsmitgliedern entworfen und aufgestellt.
Station 10: 1. Stempelstelle am DMM-Weg – Hotel „Schöne Aussicht“
Station 11: 7. und letztes Wohnhaus von Ludwig Richter wohnte von 1872 – 1883 auf der Malerstraße 4 Als Ludwig Richter 1884 starb, wurde er auf dem Neuen Katholischen Friedhof in Dresden - Friedrichstadt mit einem prunkvollen Staatsbegräbnis beigesetzt.
Station: 12. Wohnhaus von Heinrich Richter (Malerstraße 5) Heinrich Richter war der Sohn von Ludwig Richter. Sommerwohnung von Heinrich Richter (1830 – 1890). Heinrich Richter war Musiker und gründete 1874 mit dem Kunsthändler Franz Meyer einen Verlag, in welchem der Ludwig Richter Schüler und Biograph Johann Friedrich Hoff 1877 ein Verzeichnis des graphischen Werkes Ludwig-Richter herausgab. 1885 gab Heinrich Richter seines Vaters „Lebenserinnerungen eines deutschen Malers“ heraus.
Station 13: Krügerhaus Königlicher Münzgraveur Reinhard Krüger (1794-1879). Zählte zum Freundeskreis des Malers Ludwig Richter. Krüger wohnte in den Sommermonaten in einem Weinberghaus, auf der jetzigen Krügerstraße 22, welches 1957 abgerissen wurde, zwecks Neubau eines Laborgebäudes.
Station 14: Eichendorffsteig Hinweise zu „Joseph Freiherr von Eichendorff“ Joseph Freiherr von Eichendorff war kein Lyriker, sondern ein Schriftsteller der deutschen Romantik. Er hat Gedichte, auch zahlreiche Romane und Theaterstücke verfasst. Einige Male kam er nach Dresden: - 1813 mit den Lützowschen Truppen und - 1848 auf der Flucht vor dem revolutionären Chaos in Berlin. - Wohnte anderthalb Jahre am Elbufer (Linkeschen Bad) in Nähe der heutigen Gaststätte „Drachenschänke“, hat sich angeblich nicht am Aufstand 1848 in Dresden beteiligt.
Die Vermessung der „Kleinen Bildungswanderung“ und die Anmerkungen zu den 14 Stationen wurden von Hans-Werner Lier – dem „Vater“ des DMM-Weges erstellt.
DMM-Wandermappen können im Kaffee Wippler am Körnerplatz käuflich erworben werden.
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