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Die Freunde des „DichterMusikerMaler-Weges”informieren:
Der Maler Leonhardi, das „Leonhardimuseum“ und die Aufschrift „Rothe Amsel“ an der Außenfront des Gebäudes.
Eduard Leonhardi (Maler des deutschen Waldes)
Am 19. Januar 1828 erblickte Eduard Leonardi in Freiberg das Licht der Welt. Der Sohn eines Kaufmanns besuchte von 1842 bis 1846 die Dresdner Kunstakademie, wo er unter anderem auch Schüler von Ludwig Richter war. Studienreisen führten ihn anschließend nach Nordböhmen, in den Harz, nach Oberbayern und Österreich. Von 1853 bis 1859 bildete er sich in Düsseldorf weiter. 1859 siedelte Leonhardi nach Dresden über. Hier lässt er sich in Loschwitz als freischaffender Künstler nieder. Als „Maler des deutschen Waldes“ wird er weithin bekannt. 1864 ernennt ihn die Königliche Sächsische Kunstakademie zu ihrem Ehrenmitglied. 1896 erfolgte die Ernennung zum Professor und die Ehrenmitgliedschaft in der Dresdner Kunstgenossenschaft. 1879 erwirbt er die stillgelegte Hentzschelmühle an der Grundstraße, welche er zum Wohn- und Atelierhaus umbaut. Sie ist unter dem Namen „Rothe Amsel“ noch heute ein Begriff. Seit 1885 eröffnet Leonhardi das Haus für das „Landschaftsmuseum Eduard Leonhardi“. Gedacht als Künstlerquartier für junge, aufstrebende Talente aus der „Königlichen Kunstakademie“, hat dieses Haus nur kurze Zeit der ursprünglichen Idee gedient. In dieser Zeit jedoch erhielt das Haus in den Jahren 1883-1885 seine reiche farbige Bemalung durch den Maler und Freund Leonhardis, Charles Palmié (1863-1911). Die vielen Sprüche, die das Haus zieren, hat Palmié vermutlich gemeinsam mit dem Ortspoeten Dr. Moritz Heydrich (1820-1885) und mit dem Oberlehrer Müller aus Loschwitz zusammengetragen. Nach dem Tod des Künstlers 1905 wird das Gebäude zum „Leonhardi-Museum“ umgestaltet und dient seither Ausstellungszwecken. Seit 1963 wurde das „Leonhardi-Museum“ vorwiegend für junge Künstler eingerichtet und wird bis heute für Ausstellungen von zeitgenössischen Künstlern genutzt. Nach einer umfangreichen Restaurierung und Modernisierung in den Jahren 2002/2003 lädt es die Besucher wieder zu einem Museumsbesuch ein.
Fabel - „Rothe Amsel“
Siehe Aufschrift „Rothe Amsel“ an der Vorderfront des Gebäudes „Leonhardi-Museum“, sowie die „Amsel“ auf der Lampe an der Gebäudeecke.
Aus Anlass eines Festes im Amselgrund bei Rathen in der Sächsischen Schweiz wurde von den Mitgliedern der Künstlergemeinschaft die Idee geboren, sich den Künstlernamen „Rothe Amsel“ zu geben. Die Mitglieder der Wohngemeinschaft wanderten mit Gleichgesinnten bis zum „Amselfall“ bei Rathen, dort wurde Rotwein getrunken.
Wieviel Rotwein getrunken wurde ist leider nicht überliefert. Die Mitglieder der Künstlergruppe „Rothe Amsel“ haben in diesem Haus nur 4 Jahre bis 1885 gewohnt.
Die Angaben wurden zusammengetragen von „Matz Griebel“ und Hans Werner Lier.
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